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       Chronik und Geschichtliches - Dammbach

GESCHICHTLICHES (im Stenogramm):

1241: Krausenbach wird zum ersten mal genannt
1260-
1270:
In unserer Gegend wird gekämpft zwischen den Grafen Rieneck und dem Bischof von Mainz
1280: Wintersbach wird spätestens um diese Zeit zum ersten mal genannt
1333: Die Linie Rothenfels der Grafen von Rieneck stirbt aus.
           Spätestens 1339 kommt deswegen Krausenbach an den Bischof von Mainz
1335: In Wintersbach wird Albrecht Echter durch den Mainzer Bischof Fortshübner
1360: In Krausenbach wird Hans Gundelwein durch den Mainzer Bischof Forsthübner
1399: bzw. 1419 kauft Konrad von Bickenbach die Forsthube in Krausenbach
1410: Der Hof Hundsrück wird zum ersten mal genannt
1421: In Wintersbach lässt die Familie Echter eine Kapelle bauen
1445: Älteste bisher bekannt gewordene Belehnung der Familie Echter mit Wintersbach
           (durch den Deutschen Orden)
1484: Wintersbach geht durch den Tausch vom Deutschen Orden an den Bischof von Mainz
1510: Um diese Zeit entsteht das Holzschnitzwerk „Beweihnung Jesu“ (heute in St. Valentin)
1522: Die frühere Forsthube in Krausenbach dient der Pferdezucht
1530: Aus dieser Zeit stammt ein Messkelch in St. Wendelin
1549: Wintersbach gehört zur Pfarrei Sommerau
1553: In Wintersbach gibt es rieneckische freie Leute
1584: In Wintersbach entsteht ein Spital
1587: Ein St. Valtentin gehörendes Echtr`sches Familienbild wird für ein Grabdenkmal gemalt.
1599: Eine der 1917 enteigneten Glocken von St. Wendelin wird gegossen
1600: Um diese Zeit wird der Name Schnorrhof gebräuchlich
1615: In Wintersbach wird die Spitalkapelle erbaut (Weihe: 1621)
1626: Der Bildstock an St. Valentin entsteht
1633: Während der Schwedenzeit wird in Krausenbach das Vermögen der Bürger festgestellt
1650: Wintersbach kommt zur Pfarrei Mönchberg
1676: In Krausenbach wird an St. Wendelin gebaut
1700- mind. 1740: St. Valentin gilt als Wallfahrtskirche
1714: Erste Nachricht über eine Ansiedlung auf der Geishöhe
1725: Wintersbach kommt zur Pfarrei Heimbuchenthal
1734: Die Gemeinde Wintersbach kauft das Spitalgebäude und nutzt es als Schulgebäude
1747: Der berühmte Wilderer J.A. Hasenstab wohnt in Wintersbach
1750: Vertrag zwischen den Gemeinden Wintersbach und Krausenbach einerseits
           und der Pfarrei Heimbuchenthal über die Errichtung einer Kaplanei für Wintersbach
           und Krausenbach mit Dienstsitz in Heimbuchenthal
1792: Hornviehseuche in Krausenbach und Wintersbach
1797: Wintersbach wird Pfarrei
1802: Dalberg, der letzte Mainzer Kurfürst, kommt an die Regierung. Unsere Heimat gehört
           zu verschiedenen kurzlebigen Staatsgebilden
1813: Der Neuhammer wird von der Familie Rexroth gegründet
1814: Unsere Heimat kommt zum Königreich Bayern
1819: Am Fest Allerheiligen werden für Krausenbach und Wintersbach
           die jetztigen Friedhöfe gesegnet
1821: Unsere Pfarrei kommt zum Bistum Würzburg
1831: Die Gemeinde Krausenbach kauft am Langenrain ein Wohnhaus für Schulzwecke
1834: Auf Veranlassung des Staates entstehen die Kirchenverwaltungen
1840 – 1880: Höhepunkt der Spessartnot und der Auswanderung
1863: Die Gemeinde Wintersbach baut eine neue Schule (jetziges Dammbacher Rathaus)
1869: Eine Brauerei entsteht auf dem Neuhammer
1875: In Krausenbach verheert ein Hagelsturm Wiesen, Felder und Wege
1877: Die Marienkapelle auf dem Oberschnorrhof wird gesegnet
1878: In jedem Dorf entsteht eine Feuerwehr
1884: In Krausenbach wird der Kirchenbauverein gegründet
1887: Pfarrer Wilhelm Marschall kommt (bis 1901)
1888: Männergesangsverein Eintracht Wintersbach wird gegründet
1889: Die ersten Sternefrauen kommen. Am 3.11. wird die Kinderbewahranstalt eröffnet
1890: Auf der Geishöhe besteht eine Winterschule. In Wintersbach wird eine Poststelle eröffnet.
           Um diese Zeit entstehen in Krausenbach und Wintersbach Darlehenskassenvereine
           (Heute: Raiba)
1891: Das jetzige Pfarrhaus wird bezogen
1894: St. Valentin wird am 3.10. geweiht
1898: In Krausenbach wird eine neue Schule eröffnet (jetziges Georg-Keimel-Haus)
1900: Um diese Zeit entsteht in jedem Dorf ein Kriegerverein
1906: In Wintersbach wird die neue Schule aufgestockt
1908: In Krausenbach wird die neue Schule erweitert
1909: Der Hof Hundsrück wird Eigentum der Familie Hubert
1910: Eröffnung der Bahnlinie Elsenfeld-Heimbuchenthal mid dem Bahnhof Wintersbach
           auf dem Neuhammer
1917: Das ehemalige Hammerwerk kommt an die Familie Elter
1923: Lehrer Georg Keimel kommt nach Krausenbach
           (bis 1932) Radfahrverein Elsava in Wintersbach und
           Gesangverein Spessartwald in Krausenbach werden gegründet
1926: Für Krausenbach und Wintersbach entsteht eine gemeinsame
           Ortsgruppe des Spessartbundes
1927: In Krausenbach entsteht der Musikverein
1928: Die Gemeinde Krausenbach baut eine Wasserleitung
1929: In Krausenbach wird die Jugendherberge eröffnet
1930: Für beide Dörfer entsteht ein gemeinsamer Imkerverein
1934: In Krausenbach entsteh ein NSV-Kindergarten
1939: Frau Oranda kommt als Krankenschwester (bis 1983)
1941: Pfälzer und Frankfurter werden zu uns evakuirt
1945: Kämpfe zwischen Wehrmacht und US-Truppen am Neuhammer und in Krausenbach.
           Beschießung des Tales
1949: Die neugegründete SV Wintersbach eröffnet den Waldspielplatz
1951: St. Wendelin wird am 30.08. von Bischof Julius Döpfner geweiht
1955: In Wintersbach wird ein Musikverein gegründet
1956: Beide Gemeinden bauen ein Feuerwehrhaus
1959: Der SPD-Ortsverein entsteht
1960: In Krausenbach glanzvolle 600-Jahresfeier mit großem Festzug
1962: Die Gemeinde Krausenbach beginnt den Bau des Lehrerwohnhauses;
           Die Gemeinde Wintersbach weiht ihre neue Schule ein
           (heutiges Pfarrer-Marschall-Haus), die Gemeinde Krausenbach baut ein Leichenhaus.
           In Krausenbach wird der TSV gegründet.
1964: Die Gemeinde Krausenbach weiht ihre neue Schule ein
1965: In Wintersbach großes Heimatspiel, in Krausenbach Einweihung des Sportplatzes
1968: Die Bahnlinie Elsenfeld-Heimbuchenthal wird still gelegt.
           Taubenverein II entsteht in Wintersbach
1969: Schützenverein Dammbachtal wird gegründet
1970: In den Folgejahren entsteht das Wochenendgebiet Jochenhöhe
1970 – 1980: Im gesamten Gemeindegebiet entsteht eine Kanalisation;
           Anschluss an den Abwasserverband Main-Mömlingen-Elsava
1974: Die Gemeinde Wintersbach baut ein Leichenhaus und saniert den Friedhof.
           Der Sportplatz im Wintersbachtal wird eingeweiht
1976: Aus den Gemeinden Krausenbach und Wintersbach entsteht die Gemeinde Dammbach.
           Fest „300 Jahre St. Wendelinuskirche“. Erschließung der Baugelände Hegmannshohle,
           Heppenweg und Fuhr
1978: Ausbau der Ortsdurchfahrt Krausenbach.
           Kindergartenverein St. Martin und CSU-Ortsverband entstehen
1980: Die Kreissparkasse eröffnet eine Geschäftsstelle
1981: Eröffnung des Kindergartens im Pfarrer-Marschall-Haus
1985: Die Sternfrauen verlassen Dammbach
1986: Beginn des Ausbaus der Ortsdurchfahrt Wintersbach
1988: Einweihung des Dammbacher Rathauses; Die Gemeinde Dammbach erhält ein Wappen
1990: Beginn der Erschließung des Baugebietes Trieb; Vorbereitende Arbeiten zur Erschließung
           des Gewerbegebietes Taubendelle; Baupläne für die Sporthalle entstehen.

Quelle: Heimatbuch DAMMBACH 1241-1991

           
Schwere Zeiten

(Heimatbuch Dammbach 1241 – 1991)

Von Unglücksfällen in alter Zeit
(Aus unseren Sterbebüchern 1797 – 1940, von Anton Heußlein)

Bei den folgenden Angaben, die viel von der Härte des Lebens früherer
Generationen verraten, steht K für Krausenbach und W für Wintersbach.

1801: K, die neunjährige Eva Appel stirbt im Wald unter den Rädern eines Fuhrwerks.
1808: K, Anton Roth, Soldat, 19, schlägt am Faschingssonntag in einer Kneipe mutwillig derart mit
           der Hand auf ein Trinkglas, dass er sich eine schwere Schnittverletzung zuzieht.
           Nach einigen Tagen stirbt er an Wundbrand. Im gleichen Jahr ertränkt
           sich in Waldaschaff Anton Happel vom Oberschnorrhof.
1810: W, Ferdinand Stapf, 40, stirbt nach einem Sturz innerhalb seiner Scheune.
1814: W, Petruns Hofmann, 44, wird im Wald von seiner Frau tot angetroffen.
           Vermutlich war er beim Holzsammeln von einem Baum gestürzt.
           W, Anton Brand, 52, stürzt beim Kirchenbau in Hafenlohr vom Gerüst,
           stirbt und wird dort beerdigt.
1822: W, Maria Messner hantiert unvorsichtig mit einer Flinte und stirbt.
1842: K, Anton Fäth, 31, lediger Schustergeselle, wildert.
           Von unbekannter Hand in den Rücken geschossen stirbt er.
1860: K, Carl Stürmer, 27, verheirateter Bauer stirbt nach einem Sturz von seinem Fuhrwerk.
1863: K, Michael Fäth, 54, Witwer, stirbt nach einem Sturz innerhalb seiner Scheune.
           K, Anton Krott, 53, und Matthias Bauer, 31, verlieren ihr Leben bei
           einem Steinbruchunglück in Reistenhausen und werden dort beerdigt.
1871: W, Josef Hegmann arbeitet im Steinbruch Reistenhausen. In der Scheune,
           in der er zu nächtigen pflegt, stürzt er ab. Kurz danach stirbt er
           im Armenhaus Fechenbach und wird dort beerdigt.
1879: W, Peter Englert, 34, verheiratet, bringt sich aus Unvorsichtigkeit eine schwere
           Schulterverletzung bei. Sterbend bittet er einen zufällig Gekommenen um
           ein gemeinsames Reuegebet.
1881: K, Johann Fersch, Knecht, stürzt auf dem Oberschnorrhof vom Heuboden.
           Er stirbt im Spital Aschaffenburg und wird auch in dieser Stadt beerdigt.
1882: W, Constantin Schäfer, 42, verunglückt im Steinbruch Reistenhausen;
           Grab in Reistenhausen.
1896: W, Aaron Schäfer, Sohn des Vorigen, ertrinkt bei Bauarbeiten am
           Mainkai in Würzburg; Grab in Würzburg.
1887: K, Johann Hirsch, fast 70, Händler, bleibt bei Rossbach im Schnee liegen
           und stirbt kurz nach seiner Auffindung.
1890: W, Kilian Geis, stirbt nach einem Sturz vom Baum.
1892: W, Franz Anton Amrhein, strebt in einer sturmreichen Nacht am 12.12. vom Wirtshaus Engel
           in Hobbach seinem Hause zu. Er ertrinkt beim Überschreiten der Elsava.
1893: W, Valentin Weis, 24, stirbt plötzlich in Offenbach bei Bauarbeiten.
           Er ist anscheinend der erste auswärts Verstorbene,
           dessen Angehörige die finanziellen Mittel zu einer heimatlichen
           Beerdigung besessen haben.
1901: K, Stephan Fäth, 41, ledig, verunglückt tödlich im Steinbruch Reistenhausen und wird
           dort beerdigt. K, August Fäth, 21, Kavallerist in Ansbach, schießt sich
           beim Üben von Gewehrgriffen ins Herz.
1903: K, Franz Stürmer, 26, Schneidmühlknecht bei Heil, verunglückt bei der Arbeit tödlich.
1910: W, Johann Stauder, 67, Bauer, stürzt beim Heuaufladen vom Wagen; Tod durch
           sofortigen Genickbruch.
1913: W, Anselm Stürmer, ein Kind von fast zwei Jahren, ertrinkt.
           K, N.N., verheiratet, 34, hängt sich auf, nachdem er auf Anraten
           seiner Schwiegermutter seiner Frau mit einem Beil zum Tode führende
           Verletzungen beigebracht hat. (Dieser besondere dramatische
           Kriminalfall sei hier unter den Unfällen genannt.)
1914: K, Peter Martin Herbeck, 65, stirbt nach einem Unfall ungenannter Art.
           K, Peter Josef Bachmann, 68, stirbt auf der Obernburger Brücke an einem Schlaganfall.
1915: W, Johannes Volz, 71, stirbt nach einem Schädelbruch.
1920: W, Robert Volz, verunglückt tödlich auf der Ferschenmühle
1922: K, am Beginn der Sonntagsandacht erschießt sich zwischen Krausenbach und Oberschnorrhof ein 19-jähriger.
1923: W, Johann Kreß, 52, verunglückt tödlich beim Stämmefahren im Aulenbacher Wald.
1927: K, ein Bursche verunglückt bei Bauarbeiten in der Nähe von Hagen/Westfalen tödlich
           und wird dort beerdigt.
1928: W, ein 58-jähriger Mann wird bei Erlenbach vom Zug überfahren.
1929: W, ein unverheirateter 24-jähriger stirbt nach einer Stichverletzung am Unterleib
           K, ein 21-jähriger Oberschnorrhöfer ertrinkt bei Klingenberg am Main
           K, ein fast 2-jähriges Kind nimmt seiner Mutter verschriebene Pillen ein und stirbt.
1932: W, eine 27-jährige Fabrikarbeiterin stirbt durch elektrischen Strom.
1935: K, ein Oberschnorrhöfer Bauer stürzt von seiner Fuhre Laub und bricht sich das Genick.
1936: W, ein 70-jähriger Rentner wird durch ein scheuendes Rind tödlich verletzt.
1937: W, Josef Hubert, Bauer und Gastwirt von der Geishöhe, wird am 25.6. von
           einer Holzfuhre überfahren. Er stirbt auf dem Weg ins Krankenhaus.
           An der Unglücksstelle steht heute ein kleiner Bildstock.
1939: K, in Pirmasens sterben bei einem Verkehrsunfall 2 Männer.
           Beide finden ihr Grab in Krausenbach.
1940: W, ein 19-jähriger Tiefbauarbeiter verunglückt beim Baden in der Nähe
           von Üfingen bei Braunschweig.